Test: Sony RX100 IV, Canon G7X Mark II, Lumix LX15 & Lumix LX100

Bildqualität

Nun folgen einige Testaufnahmen in dem Schärfe, Dynamik, Gegenlicht und Rauschverhalten verglichen werden:

Schärfe:

Zum ermitteln der Schärfe habe ich exemplarisch eine Backsteinwand genommen. Die Kameras wurden ca. 5 Meter davor auf einem Stativ befestigt. Der Fokuspunkt wurde in der Mitte gesetzt. Es folgte dann eine Blendenreihe mit den Werten f1.8, f4 und f8.

Ein Klick auf das jeweilige Bild öffnet die 100 Prozent-Ansicht.

(die Zwischenblenden habe ich hierbei vernachlässigt, da sie bei der Betrachtung keine nennenswerten Qualitätssprünge zu den hier veröffentlichten Blendenwerten aufwiesen. Die Blende f9 und höher konnte ich auch vernachlässigen, da hierbei die Schärfe und der Kontrast nachlässt und somit unpraktikabel sind)

 

Ausgangsbild

Blende f1.8:

Bildmitte

Rand (rechts)

Ecke (oben links)

Ecke (unten links)

 

Blende f4:

Bildmitte

Ecke (oben links)

Ecke (unten rechts)

 

Blende f8:

Bildmitte

Ecke (oben links)

 

Fazit Schärfe:

Die Sony RX100 IV mit ihrem Zeiss Objektiv und die Lumix LX15 mit dem Leica Objektiv stechen in puncto Schärfe hervor. Die Canon G7X Mark II wirkt dagegen leicht verwaschen und das, obwohl alle drei Kameras eine Auflösung von 20,1 Megapixel haben. Die ältere Lumix LX100 mit Leica Objektiv kann in dieser Disziplin gut mithalten und wirkt, trotz ihrer 12 Megapixel, schärfer als die Canon G7X Mark II.

Im Test hat sich gezeigt, dass bei allen Kameras die Schärfe bei Offenblende, insbesondere an den Rändern, leidet. Schärfer wurde es durch Abblenden. Zwischen Blende f4 und f8 war die Schärfe am höchsten. Ab einer Blende von f8 leidet die Bildqualität deutlich durch Schärfe- und Kontrastverlust.

Meine Empfehlung: Wer beim Fotografieren genügend Licht hat und auf den künstlerischen Aspekt des Freistellens bei Offenblende verzichten kann, dem empfehle ich die Blende f4.

Sieger in dieser Disziplin: Sony RX100 IV und Lumix LX15

 

Dynamikumfang:

Szene Nr. 1 (alle Aufnahmen in RAW, außer bei der LX15*):

Originalaufnahme

Anpassung der Tonwerte

100 Prozent Ausschnitt

(* Hinweis zur Szene Nr. 1: Leider fehlt bei der Lumix LX15 die RAW Datei, es lag somit nur die jpg-Datei vor, welche streng genommen im Vergleich mit den anderen Kandidaten nicht berücksichtigt werden darf! Man erkennt es an den etwas stärkeren Kontrasten bzw. Schwarzwerten)

 

Szene Nr. 2 (alle Aunahmen in RAW):

Originalaufnahme

Anpassung der Tonwerte

100 Prozent Ausschnitt

Auswertung beider Szenen:

Bei der ersten Szene sind die Ergebnisse zunächst identisch, erst bei der 100 Prozent Ansicht sieht man deutliche Unterschiede. Während die Canon G7X Mark II und die Sony RX100 IV sehr gute Ergebnisse liefern, werden die Tiefen bei der Lumix LX100 mit einem Grünstich wiedergegeben. Bei der Lumix LX15 sieht man das selbe Problem, jedoch dezenter. Ich lasse die LX15 in der Wertung an dieser Stelle außen vor, da eben nur die jpg-Datei als Vergleich herangezogen werden konnte.

In Szene 2 sieht man zwischen den Originalaufnahmen deutliche Unterschiede. Die Szene eignet sich aufgrund der geringen hellen Tonwerte nicht unbedingt zum Testen des Dynamikumfangs. Sie ist allerdings sehr geprägt von dunklen Tonwerten. Die Herausvorderung bestand also darin, aus den vielen Schwarzwerten noch möglichst viele Bildinformationen herauszuholen. Dies gelang allen Kameras ohne großen Qualitätsverlust.

Fazit Dynamikumfang:

Alle vier Kamerasensoren besitzen genügend Potential, um aus über- bzw. unterbelichteten Bereichen noch Bildinformationen herauszuholen. Die LX100 neigt aber zu einem Grünstich in den dunklen Bereichen.

Sieger: Alle

Rauschverhalten bei dunklen Motiven (JPG):

In diesem Test galt es herauszufinden, wie sich das Rauschverhalten der Sensoren bei dunklen Motiven mit steigendem ISO-Wert verhält.

Ausgangsbild bei ISO 1600

ISO 125:

Canon G7X Mark II: Das Bild wirkt hier etwas dunkel, anhand des Baumes im ersten Bild lässt sich schließen, dass die JPG-Verarbeitung in der Kamera sehr stark ist und Details aus dunklen Bereichen einfach geglättet werden.

Die LX15 bietet eine gute JPG-Engine, alle Details werden bei ISO 125 sehr gut wiedergegeben, das Bild wirkt sehr scharf.

Lumix LX100: Die LX100 hat eine geringere Auflösung, aufgrund dessen können weniger Details wiedergegeben werden. In dunklen Bereichen ist sie zwar besser als die Canon G7X Mark II, trotzdem gehen eine Menge an Bildinformationen verloren.

Die Sony RX100 IV ist ähnlich wie die Lumix LX15: Sie bildet sehr scharf ab, in dunklen bereichen kann sie allerding nicht mithalten, Details gehen hierbei etwas verloren.

ISO 400:

 

ISO 800:

 

ISO 1600:

 

ISO 3200:

 

ISO 6400:

 

Fazit Rauschverhalten (JPG):

Canon G7X Mark II: ausreichend

Lumix LX15: sehr gut

Lumix LX100: befriedigend

Sony RX100 IV: gut

Auch wenn die Ergebnisse sehr unterschiedlich sind, so möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass es sich hierbei nur um JPGs handelte, die jede Kamera anders verarbeitet hat. Die RAW-Dateien werden ohne Rauschminderung und Detailverlust erzeugt. Dies kann man auch unter der Disziplin „Dynamik“ sehen, wo alle Bilddateien im RAW-Format vorliegen und alle Kameras auf einem sehr guten Niveau sind.

Sieger in dieser Disziplin: Lumix LX15

 

 

5 Kommentare

  • Eduard S.

    Servus, bin als Sony RX-100-2 Nutzer durch Zufall auf deine Seite gekommen. SUPER Vergleich, DANKE !! Ich beschäftige mich nebenbei vorausschauend mit anderen Kameras da ja mal eine Neuanschaffung ansteht. Komme aber zu dem Ergebnis das die RX-100 Serie mit abstand zu den besten Kameras gehört bezüglich Kompaktheit, Bildqualität, Handhabung und doch auch Preis.
    Außer RX100-V, schon heftig teuer. Besonders verwundert mich wie „schlecht“ viele teurere und größere DSLR etc. sind. Ich sehe mir da gerne die Fotos auf dkamera.de an. Hier betrachte ich gerne das Foto Kirchendach, wie fein hier die Dachziegel aufgelöst werden. Ich macht die RX100 Serie mit die besten Fotos.
    Noch mal DANKE, super Gegenüberstellung.

    • Nils

      Hallo Eduard,
      vielen Dank für das positive Feedback.
      Mit der RX100 Serie hat Sony echt einen Volltreffer gelandet. Ich nehme sie viel häufiger mit als meine großen Kameras. Und das ist der Punkt, man hat sie einfach dabei. Denn nichts ist schlimmer als ein besonderes Motiv nicht auf Kamera festhalten zu können. Wobei die Smartphone-Kameras von der Qualität immer mehr aufholen.
      Ich benutze die RX100 IV jedenfalls regelmäßig für Foto- und Videoaufnahmen und wünsche mir für die RX100 VI ein Objektiv mit mehr Zoom im Telebereich.
      Die Testaufnahmen von dkamera.de sind mir bekannt. Neben dem Bild mit dem Kirchendach, zum beurteilen der Schärfe, finde ich die Nachtaufnahmen auch sehr interessant, um die Rauschanfälligkeit der Sensoren bei hohem ISO Wert zu vergleichen.

  • MAC

    Where is the LX15 on the first picture?

  • Robert Frank

    Danke für den objektiven, nachvollziehbaren Vergleich. Exakt diese Kameras stehen bei mir zu Entscheidung an. Da mich diverse LUMUX Reisezooms in den letzten 15 Jahren noch nie enttäuscht haben wird es bei mir wohl die LX15 werden.

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